Montag, 15. Februar 2010

Douala - Yaoundé - Mbingo

(chrisch) Nach einem turbulenten Start in Douala verlief der Rest der Reise zum Glück ohne weitere Zwischenfälle. Am Freitagmorgen verliessen wir Douala und fuhren auf einer sehr gut ausgebauten Strasse nach Yaoundé. Die Strecke ist berüchtigt für Geschwindigkeitsexzesse und schwere Unfälle – davon zeugen die vielen Autowracks die am Strassenrand stehen.

Unfall: Douala - Yaoundé (von Cameroon: Besuch von André)
Aber nicht nur die zu hohe Geschwindigkeit ist ein Problem, sondern auch das unvorsichtige Überholen an unübersichtlichen Stellen. Wir waren sehr froh, dass Viktor vorsichtig und rücksichtsvoll fuhr und nicht auf einen neuen Geschwindigkeitsrekord aus war.

Unvorsichtiges Überholen (von Cameroon: Besuch von André)
Da wir von der Reise müde waren, beschlossen wir den Rest des Tages auf dem Gelände der SIL zu verbringen, um uns von den Strapazen zu erholen. Wir vereinbarten mit Viktor, am nächsten Tag um 9 Uhr eine Stadtrundfahrt zu unternehmen.

Der Samstagmorgen begann nicht besonders freundlich. Ein Sturm zog auf und es regnete für kurze Zeit in Strömen. Da so eine Stadtrundfahrt keinen Spass macht, verschoben wir den Termin auf 12 Uhr. Unsere Stadtrundfahrt führte uns vorbei an Regierungsgebäuden die architektonisch sehr interessant sind aber aus Sicherheitsgründen nicht fotografiert werden dürfen, dem Regierungssitz, Präsidentenpalast, vielen Botschaften und schönen Hotels (Hilton). Die Stadt gefällt mir nicht besonders, da ein Verkehrschaos herrscht, ÖV inexistent ist und ich keine Strasse zum flanieren gesehen habe. Einzig die Verfügbarkeit von Einkaufs-Zentren wäre ein Besuch wert.

Einkaufszentrum in Yaoundé (von Cameroon: Besuch von André)
Am Sonntag traten wir wie geplant die Heimreise nach Mbingo an. Yaoundé und Douala liegen fast gleich weit entfernt von Bamenda und somit dauerte die Rückreise wiederum rund 7 Stunden.
Auch diese Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und kurz vor 17 Uhr trafen wir müde aber glücklich in Mbingo ein.

Sanaga - Grösster Fluss Kameruns (von Cameroon: Besuch von André)

Freitag, 12. Februar 2010

Der Adler (André) ist gelandet...

(chrisch) ... und wurde gleich gerupft. Nach der Ankunft in der Gepäckausgabehalle wurde André von drei Kamerunern mit Namen angesprochen und gefragt, ob sie ihm helfen können. In der Annahme dass es sich um Mitarbeiter der CBC handelt, nahm er ihr Angebot dankbar an. Sie halfen ihm beim Suchen der Gepäckstücke, beim erledigen der Zollformalitäten (Schmieren der Zollbeamten) und trugen das Gepäck zum Auto.

Kurz nachdem wir losfuhren bemerkte er, dass sein Portemonnaie aus dem kleinen Rucksack verschwunden ist. Wir kehrten sofort zum Flughafen zurück und entdeckten einen der Träger und stellten ihn zur Rede. Er beteuerte dass er nichts mit dem Diebstahl zu tun habe und verwies uns an seine Kollegen.... die natürlich nirgends auffindbar waren :(

Donnerstag, 11. Februar 2010

André kommt wieder einmal zu spät....

(chrisch) Wer André kennt, weiss, dass er bei Verabredungen immer ein wenig zu spät ist. Da ich nicht zulange am Flughafen auf ihn warten will, habe ich soeben auf der Swiss Webseite nachgesehen wann der Flug LX274 in Douala eintreffen wird. Und wie könnte es anders sein, er flog mit fast genau einer Stunde Verspätung ab.

Hoffen wir für ihn, dass der restliche Flug ruhig und angenehm verläuft und ihn keine weiteren Störungen (Zoll & Grenzwache) aufhalten.

Verschneiter Flughafen Zürich (von Cameroon: Besuch von André)

Mittwoch, 10. Februar 2010

Anreise nach Douala

(chrisch) Wie ihr ja wisst, wird morgen Abend um ~ 19:05 André in Douala eintreffen um mit uns die kommenden zwei Wochen zu verbringen. Um die Fahrtkosten zu reduzieren, reiste ich bereits heute mit einer Volontärin vom Banso Baptist Hospital an. Als angenehmer Nebeneffekt verbringe ich morgen einen Tag am Swimming Pool des Baptist Guest Hauses.

Von Cameroon: Besuch von André

Die Reise begann heute Morgen um rund 8 Uhr, als ich mich vor der Rezeption bereit machte um mit einem Spitalfahrzeug nach Bamenda zu reisen. Geplante Abfahrtszeit war 8:30, es wurde dann aber 9:15 bis wir endlich los fuhren. Unterwegs mussten natürlich noch ein paar Geschäfte erledigt werden, was die Fahrt nochmals verlängerte... Wäre ja grundsätzlich kein Problem, wenn ich nicht versprochen hätte um 9 Uhr in Bamenda zu sein. Aber in Afrika spielt die Zeit zum Glück (?) sehr selten eine Rolle.

Nachdem ich mit dem Field Director über die unübersichtliche Rechnung des Mobiltelefonanbieters MTN gesprochen hatte, konnte die Reise nach Douala beginnen. Viktor der Fahrer, Anna die Volontärin und ich bestiegen das Fahrzeug und machten uns auf den Weg. Nach rund 45 Minuten Fahrzeit hörten wir plötzlich ein eigenartiges Geräusch und dann vibrierte das Auto - wir hatten eine Reifenpanne. Grundsätzlich ist das ja nichts beunruhigendes. Aber als ich sah, dass das Fahrzeug mit Winterreifen fuhr, fragte ich mich schon wie es um die Fahrsicherheit steht. Winterpneus bei +28° Celsius? Könnte das einen Einfluss auf den Bremsweg haben?

Viktor, unser Fahrer (von Cameroon: Besuch von André)

Der Rest der Reise war ganz ruhig und gemütlich - bis auf dass es immer wärmer und feuchter wurde. Douala ist wärmer, aber vorallem wesentlich feuchter als Mbingo. In Douala herrschen Temperaturen von über 30° Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von fast 90%. Für André wird es ein veritabler Temperaturschock sein. Von -6° in der Schweiz zu +36° in Douala (gespürte Temperaturen) - das ist eine Differenz von 42° Celsius!

Ich werde euch auf dem Laufenden halten wie er es erlebt :).

+++++ NEWS FLASH +++++ NEWS FLASH +++++
Nachtrag vom 10.02.2010 22:42
ES REGNET! Für euch in der Schweiz wäre das vermutlich etwas schlechtes, ich hingegen freue mich über den Regen. Er macht die Luft rein, kühlt ab und macht ein schönes Geräusch, so dass ich friedlich einschlafen kann...