Dienstag, 8. Juni 2010

Graduation Day (Abschluss Tag)

(chrisch) Gestern wurde in Mbingo Graduationstag gefeiert. Dieser Tag markiert das Ende des Schuljahres und bedeutet für zwei Klassen ein besonderer Schritt.

Die Kinder des zweiten Kindergartenjahres treten in die Schule ein, die Kinder der sechsten Klasse wechseln and die High School (Form 1 / Klasse 1). Als Zeichen ihres Übertrittes, erhalten die Kinder und Jugendlichen ein Zertifikat und die besten Kinder werden zusätzlich noch mit einem Geschenk belohnt.

Diplomübergabe (von Graduation Day - Abschlusstag)

Der Graduation Day bedeutete auch für meine Computerklasse den Abschluss des Kurses. Sister Lenz und ich erstellten für alle Teilnehmer des Kurses ein schönes Zertifikat und übergaben es den Lehrern und Spitalangestellten während der Feier.

Diplomübergabe (von Graduation Day - Abschlusstag)

Für mich war der Computerkurs spannend und herausfordernd. Bis jetzt hatte ich noch nie die Gelegenheit, Erwachsenen Grundlagen der Informatik näher zu bringen. Dies wurde während des Kurses gelegentlich offensichtlich, wenn ich Vorgänge nicht Anwendergerecht erklärte. Unvergessen bleibt zum Beispiel der Vorfall, als ich die Handhabung der Maus erklärte. Damit sie sahen, wie die Maus bewegt werden muss, hielt ich sie in die Luft und bewegte sie (Maus nach oben --> Zeiger geht nach oben / Maus nach links --> Zeiger geht nach links, usw.). Dummerweise vergass ich sie darauf aufmerksam zu machen, dass die Maus auf dem Tisch sein muss, damit sie auch funktioniert :-). So nahmen verschiedene Kursteilnehmer die Maus in die Hand und fuhren durch die Luft - und der Zeiger blieb wo er war... André, der während dieser Unterrichtsstunde zu Besuch war, entdeckte das Problem und machte mich darauf aufmerksam.

Aber auch das richtige Tempo zu finden war nicht immer einfach. Zum einen wollten sie so viel wie möglich lernen, zum anderen musste aber das Gelernte vertieft werden. Word und PowerPoint waren für die Teilnehmer noch verständlich, Excel war den Meisten zu kompliziert. Das Referenzieren von Zellen und damit zu rechnen war ihnen zu abstrakt und nach zwei Lektionen gab ich zu ihrer Erleichterung auf.

Computer Klasse (von Graduation Day - Abschlusstag)

Während des Sommers werde ich voraussichtlich Pause machen und nur Bienvenue, Francine und einer Krankenschwester einen Intensivkurs geben. Ansonsten stehen die kommenden fünf Wochen ganz im Zeichen der Fussball WM 2010.

Sonntag, 6. Juni 2010

Kurzupdate: Blackout

(chrisch) Ende Mai habe ich euch vom Stromausfall im Spital geschrieben. Ich äusserte damals die Vermutung, dass dieses Problem vermutlich für längere Zeit nicht gelöst wird und das Spital nur mittels Stromgenerator versorgt wird.

Ich habe mich zum Teil geirrt: Das Problem wurde innerhalb eines Tages durch eine provisorische Lösung behoben, aber das Provisorium wird nun vermutlich zum Providurium. SONEL hat kurzerhand den Stromzähler überbrückt. Wie die Stromabrechung gelöst wird ist mir schleierhaft. Entweder wird nun immer die gleiche Stromrechnung versendet oder aber das Spital zahlt nichts - was eher unvorstellbar ist...


Provisorium...

Wenn man diese Installation sieht, verwundert es mich nicht mehr, dass ich regelmässig Stromschläge erhalte wenn ich ein Gerät berühre. In der Regel steht ein Gerät bei uns zu Hause mit rund 110V gegenüber Erde unter Strom (z.B. Notebookgehäuse/USB Stecker des Druckers --> Boden).

Donnerstag, 3. Juni 2010

Saras Geburtstag

(sara & chrisch) Mit ein wenig Verspätung veröffentlichen wir noch ein paar Bilder von Saras Geburtstagsfeier.

Zum Essen bestellten wir Fufu, Njamajama, Fisch und grünen Salat. Das Essen war ausgezeichnet und wir hatten eine gute Zeit. Leider verlieft das Fest aber eher kamerunisch - das heisst, sie kamen spät und zu unterschiedlichen Zeiten und nach dem Essen verliessen sie uns bald einmal. Wir wissen dass dies normal ist, aber trotzdem vermissten wir das für uns Schweizer typische Zusammensein mit Freunden an einem solchen Anlass.

Am Samstagabend feierten wir mit den vier Assistenzärzten und Ihren Partnern Saras Geburtstag in unserem Haus.In der Nordwest-Region gehört Fufu, Njamajama und Fisch zu jedem Festessen. Wir hatten dieses und eine Salatplatte von der Kantine bestellt. Dank Catering-Service hatten wir nicht viel zum Vorbereiten. Mit Verspätung von einer halben- bis zu einer Stunde sind die Gäste eingetroffen. Nach einem Happy Birthday -Song für mich wurde das Büffet eröffnet. Wir führten nette Gespräche während dem Essen. Kurze Zeit später brachen die Gäste auf. Für kamerunische Verhältnisse hatte die Gäste mit einer Besuchszeit etwas mehr als zwei Stunden Sitzleder gezeigt. Es entsprach aber nicht gerade unseren Vorstellungen von einer gemütlichen Party.


Geburtstagsparty mit den Assistenzärzten

Am Sonntag hat mich Chrisch mit einem feinen Zmorgen mit frischen Pancakes verwöhnt. Nach dem Gottesdienst stand bereits die nächste Feier an, wobei es sich nicht um meinen Geburtstag handelte. Mr. Ngam, der Spitaldirektor, hatte eine Auszeichnung erhalten und deshalb das gesamte Spitalpersonal zu einer Feier in seinem Haus eingeladen. An der Tür wurden die Gäste von Mr. Ngam begrüsst, fassten ihr Essen am Büffet, assen und verabschiedeten sich um nachfolgenden Gästen Platz zu machen. Dies entspricht dem, was Kameruner unter einer erfolgreichen Party verstehen.

Abends waren wir wie jeden Sonntag bei Sparks zur "Pizza and Movie night" eingeladen. Mit selbtsgemachten Brownies und selbstgemachter Glace von Sparks haben wir gebührend meinen Geburtstag gefeiert. Wenn es ums Feiern und Besuche geht, so stehen uns die Amerikaner halt doch viel näher.


Sara mit ihrer Glace

Mittwoch, 2. Juni 2010

Ihr könnt uns helfen!

(chrisch) Wie wir in einem früheren Beitrag geschrieben haben, sind wir im Moment auf der Suche nach einer Einsatzmöglichkeit in Ost-Afrika. Zwei Spitäler in Kenya, Tenwek und Kijabe, machen einen sehr guten Eindruck und wir werden uns bei ihnen bewerben.

Das Kijabe Hospital hat uns bereits eine Liste der Dokumente zukommen lassen, die Sara für eine Registrierung als Ärztin vorlegen muss. Zu unserem Erschrecken ist die Liste sehr lang und aus der ferne nicht ganz einfach zu erfüllen. Dank dem Einsatz unserer Eltern, Freunden und Bekannten konnten wir (so wie es im Moment aussieht) alle Dokumente organisieren.

Wir werden euch natürlich über den weiteren Ablauf auf dem Laufenden halten.

*********************************************************

Folgende Frage(n) müssen wir so rasch als möglich klären:
Im Moment scheint alles klar zu sein... :-), toi toi toi dass auch alles klappt.

Geklärte Fragen:
1) Kenya verlangt mindestens zwei notariell beglaubigte Empfehlungsschreiben von Ärzten. Angenommen ein ehemaliger Vorgesetzter schreibt ein solches Dokument, wie muss es danach notariell beglaubigt werden und was kostet das? Muss derjenige der es schreibt persönlich beim Notar erscheinen oder können es meine Eltern zur Beglaubigung an einen Notar senden?

Antwort von BB: Der Notar beglaubigt normalerweise nur die Unterschrift, und nicht das gesamte Dokument, aber das sollte eigentlich ausreichen. Daher braucht Sara je ein (wohl englisches) Empfehlungsschreiben, welches vom jeweiligen Arzt handschriftlich unterzeichnet wird. Diese Empfehlungen schickt ihr mitsamt Telefonnummer von jedem Arzt und Kopie seiner ID oder seines Passes an den Notar, worauf der Notar telefonisch nachfragt, ob die Unterschrift echt ist, und das Ganze beglaubigt, Kostenpunkt sind rund CHF 100.- pro Unterschrift.

2) Notariell beglaubigte Kopien von Dokumenten. Können unsere Eltern eine Kopie erstellen und der Notar drückt dann nur sein Stempel drauf? Was kostet das?

Antwort Chrisch: Gemäss der Webseite des Kt. Zürichs, kostet das in ZH rund 20.- Franken pro Dokument. Der Kanton Bern ist unter Umständen Teurer (wie so oft).

3) Wir möchten ein Arbeitszeugnis von Sara auf Englisch übersetzen lassen. Da das Dokument auf jeden Fall nochmals von Saras ehemaligen Vorgesetzten unterschrieben werden muss, ist es nicht zweckmässig (viel zu teuer) ein professionelles Übersetzungsbüro damit zu beauftragen. Der/die Übersetzerin muss nicht perfekt arbeiten, da wir das Dokument hier vor Ort noch amerikanischen Ärzten zur Kontrolle vorlegen können. Wir sind auch gerne dazu bereit, für diesen Service zu bezahlen.
Wenn jemand eine Idee hat, soll er doch mit uns Kontakt aufnehmen.

Antwort: Rahel, eine Englischlehrerin, hat sich angeboten, uns das Arbeitszeugnis zu übersetzten. Herzlichen Dank für deine Unterstützung!


Wir sind euch dankbar, wenn ihr diese Fragen an jemanden weiterleitet der uns helfen kann!

Hier noch die gesamte Liste der verlangten Dokumente!

+/- Zum Anzeigen der Anforderungen bitte hier klicken

A. Completed Medical Practitioners and Dentists Act application:

NOTE: COMPLETE #9 ON THE APPLICATION AS FOLLOWS:
"Coming by invitation of Kijabe Hospital. Will be paying all my own travel expenses; no remuneration for volunteered services."

B. Notarized copy of medical school diploma. (If in a language other than English, a notarized translation into English must be sent as well.)

C. Notarized copy of current medical license.

D. Notarized copy of current state registration certificate.

E. Notarized copies of all board certificates in regard to medical work.

F. Notarized letter of good standing issued within the past six months by your state or other official licensing board.

G. Notarized letter of recommendation from a fellow doctor or supervisor indicating your qualifications.

H. Notarized testimonial letters (at least two) indicating that you are in good standing and of good character.

I. Copy of the front page of your passport.

J. Curriculum vitae

K. License fee of 10,000 Kenya shillings (approximately $145.00 US currency). Do not send money with this application. This fee is to be paid on the field, prior to your departure from the hospital.